Global Perspectives | Bericht | 10. November 2020

Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Pandemie trifft besonders die Schwachen, die Alten und Kranken, die Armen und Schutzlosen – und zwar weltweit.“

Ministerpräsident Armin Laschet fordert stärkeren internationalen Zusammenhalt in Europa und auf der ganzen Welt, denn nur gemeinsam könne man dieses Virus besiegen.

Das Statement wurde von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen auf Initiative der Global Perspectives Initiative aufgenommen.

Video-Statement von Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Video: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen auf Initiative der Global Perspectives Initiative

Seit über einem halben Jahr stehen wir in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland, stehen Europa und die ganze Welt vor einer beispiellosen Herausforderung: Ein Virus zu bekämpfen, das unser aller Leben bedroht.

Zum Schutz der Gesundheit und des Lebens der Menschen in unserem Land mussten wir schnell und entschlossen handeln. Wir müssen auch heute noch Entscheidungen treffen, die Anfang dieses Jahres unvorstellbar waren. Wer in einer solchen Situation Verantwortung trägt, weiß, Entscheidungen, die tief in das Leben der Menschen eingreifen, müssen verhältnismäßig sein. Deshalb müssen wir sie immer wieder der aktuellen Entwicklung anpassen. Das heißt, wenn Infektionszahlen sinken, müssen Eingriffe in Grundrechte zurückgenommen werden. Und wenn Infektionszahlen steigen, müssen die Schutzmaßnahmen verstärkt werden.

Wir haben gelernt, was gegen die weitere Ausbreitung des Virus wirkt: Abstand halten, auf Hygiene achten und einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Uns in Deutschland fällt das leicht. Dazu braucht es vor allem den Willen und die Disziplin jedes einzelnen.

Mit Blick auf andere Länder dieser Erde, habe ich mich oft gefragt: Wie sollen Menschen sich die Hände waschen, wenn sie nicht einmal fließendes Wasser haben? Wie wollen sie Abstand halten, wenn sie mit ihrer ganzen Familie auf kleinem Raum leben? Das zeigt, die Pandemie trifft besonders die Schwachen, die Alten und Kranken, die Armen und Schutzlosen – und zwar weltweit. Es trifft die Menschen im Süden mehr als die im Norden.

Das Virus kennt keine Grenzen. Deshalb war für mich von Anfang an klar: Jetzt müssen wir noch stärker als zuvor international zusammenhalten – in Europa und auf der ganzen Welt.

Ich bin zuversichtlich, dass wir lernen, wie wir das Virus am besten bekämpfen können und wenn wir gemeinsam handeln, können wir das Virus auch gemeinsam besiegen – in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland, in Europa und weltweit.

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