Publikation
The Africa Roundtable N°9
Handlungsempfehlungen

The Africa Roundtable in Berlin 2025
New Models for Africa-Europe Critical Mineral Partnerships
Publikation: The Africa Roundtable N°9
17. Dezember 2025
Berlin
Afrika verfügt über rund 30 Prozent der weltweiten Vorkommen kritischer Rohstoffe – sie sind entscheidend für die Energiewende und moderne Industrie. Dennoch profitiert der Kontinent bisher kaum von diesem Potenzial.
Europa braucht sichere und nachhaltige Lieferketten. Afrikanische Staaten fordern dafür faire Partnerschaften, die Investitionen, lokale Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen. Alte Modelle reichen dafür nicht mehr aus, während der internationale Wettbewerb zunimmt. Das Zeitfenster für neue Partnerschaften ist begrenzt.
Wie investitionsgetriebene Modelle aussehen können, von denen beide Seiten profitieren, war Thema der 9. Ausgabe von The Africa Roundtable am 4. Dezember 2025 in Berlin. Rund 30 Entscheider:innen aus Europa und Afrika diskutierten den Übergang von Entwicklungshilfe zu wirtschaftlich tragfähigen Partnerschaften.
Handlungsempfehlungen
Investitionsfokus stärken
Partnerschaften sollten Entwicklung als Nebenprodukt betrachten und Investitionen als Haupttreiber nutzen, um private Kapitalbeteiligung zu ermöglichen.
Projekt-Risiko differenzieren
Finanzinstitutionen sollten Risikoanalysen auf Projektebene statt auf Länderebene durchführen und passende Risikoabsicherungen anbieten.
Regionale Zusammenarbeit fördern
Afrikanische Staaten sollten über regionale Cluster und Blockverhandlungen mit Europa Skaleneffekte und bessere Verhandlungspositionen erzielen.
Verarbeitungskapazitäten ausbauen
Downstream-Processing in Afrika sollte durch Joint Ventures und regionale Partnerschaften für Wertschöpfung und Beschäftigung gestärkt werden.
Umsetzung beschleunigen
Projekte sollten pragmatisch und ergebnisorientiert umgesetzt werden, mit schnellen Entscheidungen, eigener Finanzierung und regelmäßigen Überprüfungen.
Finanzierungsinstrumente koordinieren
Deutsche Förder- und Finanzinstrumente sollten gebündelt und aufeinander abgestimmt eingesetzt werden, um dem Risiko bei der Suche nach Rohstoffvorkommen entgegen zu wirken.
Wettbewerbsfähigkeit sichern
Langfristiger Erfolg erfordert kosteneffiziente Produktion, Energieinvestitionen, strategische Preisgestaltung und koordinierte Marktmechanismen.
Contact Persons
Stephanie Igunbor, s.igunbor@globalperspectives.org
Publikation
Unsere kollaborativen Publikationen sollen zum Hinterfragen und Mitdiskutieren anregen. Sie sind Ergebnis einer tiefen Auseinandersetzung mit den Schwerpunktthemen unserer Arbeit und ermöglichen einen faktenbasierten Dialog.
Programmarchiv
Bei der neunten Ausgabe des The Africa Roundtable diskutierten wir, wie Europa und Afrika Partnerschaften gestalten können, die den Rohstoffreichtum Afrikas in lokale Wertschöpfung übersetzen.
Das African Center for Economic Transformation untersucht, wie Afrika die lokale Wertschöpfung seiner Rohstoffe steigern kann.
Mit Staatssekretär Niels Annen haben wir diskutiert, wie Entwicklungspolitik als Teil einer vernetzten Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik gedacht werden kann.
US-Zolländerungen verursachen neue Unsicherheiten im Welthandel. Gemeinsam mit ONE und Pinelopi K. Goldberg haben wir diskutiert, wie sich internationale Entwicklungspolitik neu aufstellen muss.
Lokale Wertschöpfungsketten, faire Handelsabkommen und die Mobilisierung privaten Kapitals werden entscheidend, um resiliente Wirtschaftsbeziehungen aufzubauen, von denen alle Seiten profitieren.
James Irungu Mwangi diskutierte mit uns, wie sich Klimaschutz und Investitionen in Afrika beschleunigen lassen und brachte seine Perspektive aus der Praxis ein.
Deutschland ist ein Einwanderungsland. In der Vertiefung der Handlungsempfehlungen unserer Kommission haben wir diskutiert, wie Arbeitsmigration besser gesteuert und kommuniziert werden kann.
Außen- und Innenpolitik sind untrennbar miteinander verbunden. Besonders deutlich wird dies in der Arbeitsmigration: Das Papier fasst Erfahrungsberichte vom afrikanischen Kontinenten zusammen.
Durch Kooperation können Europa und Afrika Technologie weiterentwickeln und gemeinsam die Zukunft der globalen Raumfahrtwirtschaft gestalten.








